MGV-Gainfarn verabschiedet „Sangesbruder“ aus Afrika

Am 24. Juni war Kirtag in Gainfarn. Es ist schon Tradition, dass der MGV Gainfarn die Messe musikalisch begleitet. Diesmal wurde bei diesem Anlass gleichzeitig Dr. Gabriel Mapulanga verabschiedet, der einige Jahre als Kaplan in Gainfarn und Bad Vöslau tätig war. Er machte in dieser Zeit in Wien sein Doktoratsstudium und schloss dieses im Mai 2018 (magna cum laude) ab. Er war als Priester bei der Bevölkerung sehr beliebt und eroberte mit seinem bezaubernden Lachen viele Herzen. Von ihm wurden viele Messen zelebriert, Paare verehelicht und Verstorbene in Würde verabschiedet. Im Chor sang er mit Inbrunst mit, auch wenn für ihn die Volkslieder unverständlich und schwer auszusprechen waren. „Der Herr segne Dich“ erklang nun zum Schluss der Kirtagsmesse, und alle Kirchenbesucher stimmten mit ein. Bei der anschließenden Agape im Pfarrheim würdigte der Bürgermeister und Vertreter der Pfarrgemeinde den Kaplan für seinen Einsatz. Der MGV Gainfarn verabschiedete „seinen Sangesbruder“ außerdem mit der Hymne von Sambia, die vom Chorleiter dem Anlass entsprechend umgetextet wurde. Als Geschenk, das nach Sambia mitgenommen werden kann, wurden dem Kaplan Spenden überreicht, die den Bau von Brunnen unterstützen sollen. Der MGV Gainfarn feiert in diesem Jahr das 120-jährige Jubiläum und wird gemeinsam mit Mitgliedern von Chören aus der Umgebung am 9. September im Kurpark Bad Vöslau die „“Deutsche Messe“ von Schubert aufführen. Der Chor gedenkt damit auch des 190. Todestages von Schubert. Das große Jubiläumskonzert wird unter Beteiligung umliegender Chöre am 24. November 2018 stattfinden.




Reisebericht 3-tägige Slowenien Reise 19.-21.05.2018

Abfahrt um 7 Uhr von Gainfarn (Steinplatte). Die Reisegruppe bestand aus 10 Sängern, 40 Fans/Freunde des MGV + Chauffeur Peter. Unser 1. Stop war in der Nähe von Graz, danach direkter Weiterfahrt nach Postojna, wo wir die Zimmer bezogen haben im Hotel Jama, ein wirklich schönes 4-Sterne-Hotel, nur 200 Meter vom Eingang der Postojna-Grotten entfernt. Beim Mittagessen gab es leider Probleme durch Missverständnisse zwischen Hotel und Agentur, wodurch das Essen zu spät serviert wurde (Manche Teilnehmer der Gruppe haben gar nichts zu essen bekommen). Das Hotel hat sich später dafür entschuldigt und als Wiedergutmachung ein Lunchpaket angeboten, was gerne angenommen wurde. Um 15 Uhr war Treffpunkt beim Eingang der Grotte, wo bereits eine deutschsprachige Grottenführerin auf uns wartete. Mit dem “Höhlenzug” fuhren wir ca. 2 Kilometer in die Grotte hinein. Zitat aus dem Prospekt: “Die Höhle von Postojna ist mit ihren 24 Kilometer langen unterirdischen Gängen und prunkvollen Sälen einen der größten und imposantesten Schauhöhlen der Welt”.

 

Unglaubliche und imposante Blicke im Inneren der Grotte sorgten für ein unvergessliches Erlebnis (Dauer: ca. 1 ½ Stunden). Danach war ein Besuch der Burg Predjama angesagt, die größte Höhlenburg der Welt, inmitten einer hohen Felswand. Der Ritter (später Raubritter) Erasmus von Predjama (richtiger Name Erasmus von Luegg) hatte hier im 15. Jahrhundert seinen Sitz, stammte aber ursprünglich aus Tirol. Während der Kämpfe zwischen Kaiser Friedrich III. und dem ungarischen König Matthias Corvinus diente er den Ungarn. Nach der Hinrichtung seines Freundes Andreas Baumkircher auf Geheiß des Kaisers tötete Erasmus im Streit einen kaiserlichen Verwandten und flüchtete vor der Todesstrafe auf die Burg Predjama. Wegen mehrfacher Raubüberfälle sollte er festgenommen werden, was zunächst nicht gelang. 1484 gelang es den Belagerern unter Mithilfe eines verräterischen Dieners, Erasmus von Luegg zu töten: Während eines Gangs zum Abort wurde er mit Steinkugelgeschossen erschlagen. Es soll sich hierbei jedoch um eine Legende handeln, die für die Touristen aufrechterhalten wird.

 

Nach der Rückkehr ins Hotel Jama wurden wir mit einem ausgezeichneten Abendessen verwöhnt. Am Abend dann ein gemütliches Beisammensein. Gesang mit musikalischer Begleitung von unserem Sangesbruder Hannes Richarz auf seinem Akkordeon. Am Sonntag den 20. Mai fuhren wir nach einem reichhaltigen Frühstück (Büffet) mit unserem Bus nach Bled mit unterwegs eine kurze Pause. Direkter Fahrt zur Burg Bled (Blejski Grad) mit darauffolgender Besichtigung. Etwas wirklich Besonderes war es als wir in der Kapelle der Burg singen durften und zwar aus der Deutsche Messe von Schubert: Sanctus (“Heilig, heilig”) und “Wohin soll ich mich wenden”. Durch die besondere Akustik war es ein wunderschönes Klangerlebnis! Zu Mittag haben wir im Gasthaus “Gostilna Murka” in Bled unser Mittagessen eingenommen. Danach wurden wir mit dem Bus zum See gebracht. Mit sog. Pletnas (traditionelle Ruderboote) fuhren wir zur Insel Bled mit der Marienkirche. An Bord der Pletnas konnten wir auch einige Lieder zum Besten geben. Auf der Insel Bled mussten wir viele Stufen bewältigen um die Marienkirche zu erreichen. In der Kirche haben wir dann gemeinsam mit den Damen aus der Reisegruppe 2 Marienlieder sowie anschließend das Schalom von Heinz Martin Lonquich gesungen. Die Aussicht von der Insel war einfach wunderschön und es war für uns alle ein Erlebnis.

 

Zurück am Ufer fuhren wir mit dem Bus zur Promenade. Hier fand ein Treffen der Akkordeonspieler statt mit als Höhepunkt ein Auftritt der “Original Oberkrainer” mit dem Enkel des Gründers (Slavko Asvenik), Saso Avsenik. Für Liebhaber und Fans ein einmaliges Erlebnis, dass auch unsere Reiseteilnehmer genossen haben. Lediglich ein 10-Minütiger Regenguss hat uns kurzfristig gestört aber danach wurde der Himmel wieder blau. Das Abendessen (Lachs) wurde wieder in Hotel Jama serviert. Am Montag den 21. Mai (Pfingstmontag) hieß es Abschied nehmen von Postojna Richtung Ljubljana. Um ca. 10 Uhr trafen wir unsere Reiseleiterin am Rande von Ljubljana und sind dann ins Zentrum der Stadt gefahren. Ljubljana: eine Stadt mit Geschichte: Ljubljana ist die Hauptstadt von Slowenien und mit 288.250 Einwohnern (2017) zugleich seine größte Stadt. Im Jahr 1991 feierte die Stadt Sloweniens Unabhängigkeit. Leider hatten wir nur eine knappe Stunde Zeit um ein Teil des Zentrums an zu schauen, u.a. die Bauten von Jože Plečnik, wie die „Drei Brücken“, darunter die sog. Drachenbrücke, die Promenade entlang der Ljubljanica, die auf mehr als einem Dutzend Brücken überquert werden kann, das Rathaus, die Serbisch-Orthodoxe Kirche St. Kyrill & Methodius und schön renovierte Häuser.

 

Leider mussten wir uns bald wieder von Ljubljana verabschieden um weiter zu fahren Richtung Heimat. Nach einigen Umwegen auf sehr engen Wegen (Kompliment an unseren Chauffeur Peter) kamen wir zum Mittagessen im Weingut Georgiberg wo uns ein herrliches Backhuhn serviert wurde. Außerdem hatten wir noch die Gelegenheit unsere Sangeskünste dar zu bringen und Kontakte zu knüpfen mit der Vertreterin eines Steirischen Chores (ist Patin des Ehrenhausener Männerchores, liegt in der Südsteiermark). Alles in Allem war es eine wunderbare Kurzreise, wir haben viel gesehen, gut gegessen und miteinander gesungen und geplaudert. Vielen Dank an unsere Reiseleiterin Maria Knapp, die unerwartet und kurzfristig eingesprungen ist, da unser Chorleiter Stephen Hruschka erkrankt war. Wir freuen uns schon auf den nächsten Chorausflug!

 

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